Fachkräfte, auch Facharbeiter genannt, werden im normalen Sprachgebrauch Arbeitskräfte genannt, die sich aufgrund einer mehrjährigen Berufsausbildung auf einen bestimmten Beruf oder einen bestimmten Tätigkeitsbereich spezialisiert haben. Dadurch haben sie eine höhere fachliche Kompetenz in diesem Arbeitsfeld gewonnen als beispielsweise ungelernte Arbeitskräfte. Der Ausdruck “vom Fach sein” verdeutlicht diesen beruflichen Stand und ist gleichbedeutend mit sachkundig, befähigt oder professionell.
Die Voraussetzungen dieser Berufsausbildungen werden durch das Berufsbildungsgesetz festgelegt. Dieses Gesetz regelt in Deutschland die Berufsausbildungen und Umschulungen.
Akademiker als Fachkräfte
Spezialisten, die an Hochschulen ausgebildet wurden und dabei einen oder mehrere akademische Grade erlangt haben, werden in der Regel als Akademiker und seltener als Fachkräfte bezeichnet.
Facharbeiter sind aufgrund ihrer Berufsausbildung dazu befähigt, in ihrem beruflichen Umfeld selbstständig Arbeiten zu verrichten, sowie Auszubildende und Hilfskräfte anzulernen.
Werden Zusatzlehrgänge absolviert oder andere Qualifikationen erworben, spezialisiert sich ein Facharbeiter auf ein bestimmtes Fachgebiet und vergrößert damit seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Weiterbildungsmöglichkeiten für Facharbeiter sind die Ausbildung zum Techniker oder Meister ihres Faches. Manche Berufszweige bieten auch Studiengänge an einer Fachhochschule an.
Leiharbeiter und Hilfskräfte
Werden zu wenig Fachkräfte ausgebildet, kommt es in Handwerk, Industrie und Wirtschaft zu einem sogenannten Fachkräftemangel. Als Folge davon wird es immer schwieriger, qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten. Ersatzlösungen wie Leiharbeiter und ungelernte Hilfskräfte sind auf Dauer keine befriedigende Lösung für dieses Problem. Abhilfe soll daher mit gezielter Werbung für die Ausbildung zum Facharbeiter und der attraktiveren Gestaltung der Ausbildung geschaffen werden. Auch der Anwerbung von Fachpersonal aus dem Ausland wird eine hohe Bedeutung beigemessen. Kritiker verurteilen diese Lösung jedoch als nicht zukunftsförderlich, da dadurch der Standort Deutschland nachhaltig geschwächt wird.

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